Freundschaft und Widerstandskraft – Sha’ar HaNegev Football Veteran Team in Nordrhein-Westfalen
Nach September 2024 war das israelische Fußballteam aus dem Sha'ar HaNegev Regional Council zum zweiten Mal im November 2025 als vom Landesbüro Israel gefördertes „Shalom Chaveruth“-Projekt auf Besuch, um den interkulturellen Austausch zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel zu vertiefen und durch sportliche Aktivitäten sowie Begegnungen auf psychosoziale Ressourcen, Vernetzung und gegenseitiges Verständnis hinzuwirken.
Das Team traf auf seiner durch die Jüdische Gemeinde Düsseldorf organisierten Reise auch wieder auf den Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, Nathanael Liminski. Gemeinsam wurden aktuelle Themen diskutiert, die Bedeutung des Austauschs und die Solidarität zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel im Rahmen der Hilfsinitiative „Shalom Chaveruth“. „Seit unserem letzten Treffen vor einem Jahr ist viel passiert. Endlich sind alle israelischen Geiseln in Freiheit“, sagte Minister Liminski. „Unser gemeinsamer Wunsch für die nächste Begegnung ist ein echter Frieden für alle Menschen, die vom Terror des 7. Oktober betroffen sind.“
In der BVB-Fußballakademie hielten der Spieler Tom Damari, der Bruder der von der Hamas entführten und befreiten Emily Damari, zusammen mit dem Teamcoach Avi Rosenfeld, der eng mit den Geiselfamilien zusammenarbeitet, einen Vortrag über die Geschehnisse des 7. Oktober 2023, deren Folgen sowie Perspektiven für Frieden und die Zukunft in Israel. Zudem nahmen die Fußballer an einem gemeinsamen Mittagessen mit dem Antisemitismusbeauftragten der Stadt Düsseldorf, Wolfgang Rolshoven, teil und besuchten in der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf eine Veranstaltung des Journalisten Alex Feuerherdt unter Teilnahme des Konsuls der Botschaft Israels in Deutschland.
Neben zahlreichen Teambuilding-Maßnahmen kam natürlich auch der Fußball nicht zu kurz: Das Team erlebte im Dortmunder Westfalenstadion ein Bundesliga- und ein Champions League-Spiel, absolvierte in der BVB-Fußballakademie und im Footbonauten-Center Trainingseinheiten und spielte Freundschaftsspiele gegen den PSV Düsseldorf und eine Ü32-Mannschaft der BVB-Familie. Highlight des sportlichen Messens war ein Tournier gegen drei Mannschaften, bei dem als „Ilan Fiorentino Cup“ dem von der Hamas ermordeten ehemaligen Teamspieler Ilan Fiorentino gedacht wurde. Das Sha’ar HaNegev Football Veteran Team konnte sich dabei erfolgreich als Gewinner durchsetzen gegen die Mannschaften von Maccabi Düsseldorf, FC Landtag NRW und das iranische Team „King of Persia“ aus dem Raum Düsseldorf und Köln. In ihrem Grußwort zum Tournier würdigte die stellvertretende Ministerpräsidentin und Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur, die Bedeutung von Solidarität, Erinnerung und internationalem Zusammenhalt. Der Ilan Fiorentino Cup setzte ein klares Zeichen gegen Hass und für Hoffnung, Erinnerung und Versöhnung im sportlichen Rahmen. Er mobilisierte Spieler unterschiedlichster Herkunft und unterstrich die Bedeutung von Solidarität auch über Sport und Kultur hinaus.
Die sportlichen Begegnungen, gemeinsamen Aktivitäten und Gespräche auf politischer Ebene förderten das gegenseitige Verständnis und intensivierten die Beziehungen zwischen den Teilnehmenden, lokalen Partnern und politischen Entscheidungsträgern. Zudem trugen die Trainingseinheiten, Freundschaftsspiele, das Cup-Turnier und die Teambuilding-Maßnahmen zur Stärkung der körperlichen und emotionalen Ressourcen der Teammitglieder bei.