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Kommunen und zivilgesellschaftliche Initiativen erhalten Auszeichnungen für vorbildliches europäisches Engagement

Kommunen und zivilgesellschaftliche Initiativen erhalten Auszeichnungen für vorbildliches europäisches Engagement

68 kommunale Akteure in Nordrhein-Westfalen tragen die 2013 initiierte Auszeichnung „Europaaktive Kommune“

28.11.2023

Die Auszeichnung „Europaaktive Kommune“ der Landesregierung erhalten in diesem Jahr die Stadt Büren (Kreis Paderborn) und die Gemeinde Steinhagen (Kreis Gütersloh). Beide Kommunen leisten vorbildliches Europa-Engagement.

Auch die Auszeichnung „Europaaktive Zivilgesellschaft“ wird erneut vergeben. Die Preisträger sind: Filia – deutsch-griechischer Freundschaftsverein e.V. (in Velbert, Kreis Mettmann), Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh e.V. (in Verl, Kreis Gütersloh), Nell-Breuning-Haus e.V. (in Herzogenrath, Städteregion Aachen) und der Chor Mollmäuse und Friends (in Tecklenburg, Kreis Steinfurt). Der zuletzt genannte Akteur erhält die Auszeichnung dabei wegen seines anhaltenden und vertieften Engagements für die europäische Idee nach 2019 schon zum zweiten Mal.

Europaminister Nathanael Liminski: „Die Projekte und Ideen unserer diesjährigen Preisträger machen Europa in Nordrhein-Westfalen lebendig und tragen die europäische Idee kreativ in den Alltag vor Ort hinein. Mit der Würdigung dieses besonderen Engagements möchten wir andere Kommunen und Initiativen im ganzen Land ermutigen. Unsere Preisträger sind vorbildliche Beispiele dafür, wie europäisches Engagement in unseren Kommunen und unserer Gesellschaft gelingen kann und wie vielschichtig über die Zukunft Europas diskutiert wird. Die anstehende Europawahl ist eine gute Gelegenheit, diese Debatte auszuweiten. Europa geht alle an, also wollen wir allen eine Teilhabe und Teilnahme ermöglichen. Europa ist das, was wir daraus machen.“

Jetzt tragen insgesamt 68 kommunale Akteure in Nordrhein-Westfalen die 2013 initiierte Auszeichnung „Europaaktive Kommune“. Insgesamt zwanzig zivilgesellschaftliche Akteure tragen die 2018 geschaffene Auszeichnung „Europaaktive Zivilgesellschaft“. 

Die Jury zur Auswahl der Auszeichnungen „Europaaktive Kommune“ setzte sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Spitzenverbände, der deutschen Sektion des Rats der Gemeinden und Regionen Europas, der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn sowie der Wissenschaft und der Landesverwaltung. 

Mitglieder der Jury für die Vergabe der Auszeichnungen „Europaaktive Zivilgesellschaft“ wurden entsandt von der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Landesjugendring, Pulse of Europe, der Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn und Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der kommunalen Familie und der Landesverwaltung. 

Die Preisträger bilden untereinander ein von der Landesregierung initiiertes Netzwerk. Sie sind Beispiele guter Praxis für das kommunale und zivilgesellschaftliche Engagement in Nordrhein-Westfalen.

Die diesjährigen Auszeichnungen werden offiziell zu Beginn des Jahres 2024 während einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung überreicht.

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Akteuren:

 

Kommune Kurzbeschreibung

Stadt Büren

(Kreis Paderborn)

Ziel: Verbreitung der europäischen Idee durch Vermittlung von Offenheit, Förderung von Vielfalt, Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und Schaffung eines interkulturellen Miteinanders; abteilungs- und sachgebietsübergreifende Rolle Europas i.d. Stadtverwaltung (verschiedene Abteilungen der Stadt arbeiten eng zusammen); Bürgerdienst: unterstützt Integration von Geflüchteten (u.a. aus der Ukraine, ukrainische Flagge weht vor Rathaus; Sprachkurse, Hilfe bei Wohnungssuche, Aktivitäten vor Ort; Zusammenarbeit mit Initiative „Büren ist bunt“ [u.a. Flüchtlingscafé], örtlichen VHS, enges Netzwerk Ehrenamtlicher, Betreuung der Kinder der Sprachkursteilnehmenden), Abteilung Schule und Jugendarbeit: organisiert Schüleraustausche mit Partnerstädten; Pressestelle / Stadtmarketing: koordiniert interne und externe Kommunikation mit generationenübergreifender Ansprache; Homepage (darstellen der Europaarbeit in aktuellen Meldungen, auf Unterseiten der Partnerstädte), Social-Media-Kanäle (zielgruppengerechte Aufbereitung von europarelevanten Inhalten auf Facebook und Instagram), Nutzung zentraler pro-europäischer Schlagworte, die nach außen Wiedererkennungswert generieren; zum Europatag 2021 sangen deutsche und französische Kinder aus den Partnerstädten in Musikvideo zusammen Ode an die Freude; Transparenz und Ansprache europaferner Gruppen auf Augenhöhe; offener Brief des Bürgermeisters an die Bürgerinnen und Bürger zu russischem Angriffskrieges i.d. Ukraine: Aufruf zu Hilfsbereitschaft und Solidarität; Partnerschaftspflege: kontinuierliche Kooperation mit Launceton / Cornwall auch nach Brexit (2023 etwa Schüleraustausch zum Thema „Kommunikation durch Sport“, Vorstellung des Projekts i.d. Staatskanzlei), enge Kooperation mit sechs Partnerstädten: Charenton-le-Pont (Frankreich, seit 1989), Ignalina / Litauen (2003, u.a. Überlassung Feuerwehrfahrzeug), Kortemark / Belgien (1981), Mittersill / Österreich (1995, u.a. zum vierten Mal Besuch einer Jugendgruppe der Bürener Jugendhilfe), Baruth / Brandenburg (1990) und Précigné / Frankreich (1991) auf politischer (regelmäßige Videokonferenzen der Bürgermeister zu europarelevanten Themen, Entwicklung gemeinsamer Lösungsansätze, Arbeitskreise, öffentlichkeitswirksame Festivitäten zu Partnerschaftsjubiläen, Vernetzung mit MdB Linnemann), wirtschaftlicher (Kooperation mit Unternehmen der Partnerstädte; Bürener Unternehmen mit Standorten in Partnerstädten) und zivilgesellschaftlicher Ebene (Schulpartnerschaften, regelmäßige Austauschprojekte [der Schulen], Sportevents [u.a. wechselseitiger Besuch zu Stadtlauf bzw. Wandertag mit französischer Partnerstadt], Zusammenarbeit Feuerwehr und Jugendpflege; gemeinsame Vorstellung der Partnerstädte a.d. Bürener Oktobermarkt); Europaprojekte des Stadtmarketings: Geocaching-Events (ziehen bis zu 1.300 Menschen aus ganz Europa an, erstmals 2019 zu Motto „Europa in Büren“, erneut in 2023); Stadt trägt Agenda und Veranstaltungen des bereits als europaaktiv ausgezeichneten Kreises Paderborn mit (etwa internationale Jugendfestwoche in Wewelsburg - Stadtteil von Büren -, Kreismuseum Wewelsburg; Themen: europäische Geschichte, Aufarbeitung und Wissensvermittlung der NS-Zeit, europäische Idee des Zusammenhalts und Friedens); Partnerschaft zur 2. Kompanie Panzergrenadierbataillon 212 Augustdorf: Soldatinnen und Soldaten unterstützten Lebensmittelausgabe der Speisekammer Büren am Tag der Werte; Überlegung künftig Arbeitskreis Europa zu initiieren für Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft

 

Gemeinde Steinhagen

(Kreis Gütersloh)

 

langfristiges Engagement und Partnerschaften als Ziel; spezifischer Stellenanteil i.d. Verwaltung für Partnerschafts- und Europaarbeit: Bindeglied zwischen Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft; Teilnahme an Netzwerktreffen u.a. des Europe Direct, Austauschtreffen zur Europaarbeit in NRW, informiert das Partnerschaftskomitee (jährliche Treffen für Schulen, Künstlergruppen, Feuerwehr, Chöre etc.) regelmäßig über aktuelle EU-Fördermöglichkeiten; Zukunftsplanung der Europaarbeit, Mitglied im Europanetzwerk des Kreises Gütersloh [u.a. gemeinsame Aktionen zum Europatag]; jährlicher Europaprojekttag an Schulen (2023 etwa zu Themen: Länder und Grundlagen der EU, Klimaschutz auf europäischer Ebene); örtliches Gymnasium seit 2021 akkreditierte „Erasmus+“-Schule; drei Partnerstädte mit regem Kontakt zwischen den Verantwortlichen: Woerden / Niederlanden (1969 über Wettkämpfe der jeweiligen Schwimmvereine entstanden): jährlicher Austausch der Politik zu wechselnden Themen in Workshops (Energie, Inklusion, Schule etc.), jährliche Bürgerfahrt (lange Warteliste), 2022 Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern in Rathäusern, Gemeinde-Bürgerkomitee für Entwicklungszusammenarbeit fördert seit 1984 zusammen Projekte in Afrika; Fivizzano / Italien (Auszeichnung Preis der Staatspräsidenten Deutschlands und Italiens für kommunale Partnerschaft und Stärkung europäischer Zusammenarbeit i.d. Pandemie): alle zwei Jahre Bürgerfahrt (lange Warteliste), gemeinsame digitale Bibliothek für kulturelles und literarisches Erbe; Rujiena / Lettland (offizielle Gründung 2023): Austausch auf politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene, 2024 voraussichtlich erste Bürgerfahrt; Bürgermeisterin pflegt enge Kontakte zu Bürgermeistern der Partnerstädte, jährliche Delegationsreisen, Austausche der Politik im Rahmen von Workshops, Bürgerfahrten und Schulaustausche, Austausche von Chören, (Jugend-) Feuerwehr, Sportvereinen, veranstaltungsbezogene Zusammenarbeit, u.a. Steinhagener Weihnachtsmarkt; Sichtbarkeit der Partnerschaften im öffentlichen Raum: Benennung von Straßen / Plätzen nach Partnerstädten, Baumpflanzung; Kommunikation: regelmäßige Berichterstattung der Städtepartnerschaften und Europaaktivitäten in örtlicher Presse, Gemeindehomepage, Instagram, Facebook, Gemeindenewsletter, Newsletter der Bürgermeisterin

 

Zivilgesellschaft Kurzbeschreibung

Chor Mollmäuse und Friends

(Tecklenburg, Kreis Steinfurt)

Kinderchor mit ca. 70 Sängerinnen und Sängern; Start in 2015 mit „Lied für Europa“; Ziel: aufzeigen, dass Zusammenarbeit in Europa leicht ist und Spaß machen kann; wachsen als Europäerinnen und Europäer auf und tragen zugleich europäische Werte musikalisch in die Welt (verbindet, baut Barrieren ab; alle Lieder selbst verfasst und produziert [u.a. CDs und Musikvideos]); 2021 produziertes Lied „Portugal, meu amigo!“ - das der i.d. Pandemie besonders hart getroffenen portugiesischen Gesellschaft Trost und Beistand spenden sollte - ging in Portugal viral; hierauf zwei musikalische Antworten portugiesischer Schulen; führte zu Kooperation mit Partnerchor aus Rio Tinto; viel mediale Aufmerksamkeit (Presse, Social Media); regt Menschen zum Mitmachen an; 2020 Lied „Europa impft“; Chor sang zu Europatagen 2019 und 2022 auf Freilichtbühne Tecklenburg mit 2.000 Kindern, schnelle Teilnahmezusagen von Schulen, Politikerinnen und Politikern, Botschafterinnen und Botschaftern; Europawochen 2023: Tour „HymneUNTERWEGS“ durch Deutschland (u.a. Bundestag, Brandenburger Tor, Gedächtniskirche, Paul Löbe Haus, Europaschule, Kreisverwaltung, Staatskanzlei NRW, Sommerfest der NRW-Landesvertretung in Brüssel); Auftritt bei Karlspreisverleihung in Aachen; Europa-Album: dritte CD der Mollmäuse, erstellt mit 300 Beteiligten; Produktion von Musikvideos; regelmäßige Anfragen von Schulen aus dem deutschsprachigen Raum nach Liedtexten und Akkorden; regelmäßige Berichte in Lokalpresse

 

Filia – deutsch-griechischer Freundschaftsverein e.V.

(Velbert, Kreis Mettmann)

Verein besteht seit zehn Jahren; Entstehungsgrund: Hilfe und Unterstützung der nordgriechischen Regionen Epirus und ionische Inseln; lange im Vordergrund: Lieferung von Hilfsgütern an Vereine, Verbände, Hilfsorganisationen vor Ort, Spendensammlung in Velbert / Gewinnung von Vereinsmitgliedern, um Hilfe zu ermöglichen; Verein dient auch der Partnerschaft zwischen Velbert und Igoumenitsa; heute: Zusammenarbeit mit griechischen Schulen, Hilfsorganisationen, öffentlicher Verwaltung (Polizei, Feuerwehr, Kulturvereine, griechisches Außenministerium, andere staatliche Stellen); humanitäre Unterstützung fortwährend auch für andere Länder, etwa Ukraine; Ansatz: grundlegende materielle Bedürfnisse und Bildungsmöglichkeiten / -chancen verbessern, um europäische Zusammenarbeit zu ermöglichen / europäisches Gemeinschaftsgefühl zu schaffen (in Schule ohne funktionierendem Gebäude / Lehrmaterial etc. ist es schwer, europäische Werte vermitteln zu können; Polizei und Feuerwehr können erst grenzüberschreitend kooperieren, wenn interne Arbeit funktioniert); Engagement, um dem Gefühl entgegen zu treten, in einer abgehängten Region zu leben, i.d. mit Blick auf Mängellage gegen europäische Nachbarn / Gemeinschaft Stimmung gemacht werden kann; Medienpräsenz: Website, griechisches Fernsehen berichtet; Verein akquiriert neue Mitglieder durch persönliche Ansprache auf Veranstaltungen oder im Internet; Unterstützende werden vom Generalkonsulat geehrt; 2024 wird sich Verein auf Europafest der Stadt Velbert präsentieren; langfristiges Ziel: Basisarbeit großflächig auf Kultur, Sport etc. ausdehnen; bereits jetzt gibt es Zusammenarbeit in diesen Tätigkeitsfeldern

 

Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh e.V.

(Verl, Kreis Gütersloh)

Freier Träger der Jugendhilfe mit Jugend – und Familienbildungsstätte; Verein ist Träger von Familienzentren, offenen Ganztagsschulen, Mensa im Schulzentrum Verl; in Satzung: Erziehung zum europäischen Gedanken, Pflege internationaler Gesinnung und Toleranz; Kooperationen mit Schulen, Vereinen, Partnerorganisationen; u.a auch in Ägypten, Australien, Israel, Dominikanische Republik; seit über 60 Jahren internationale Jugendbegegnungen (stets zu aktuellen Themenschwerpunkten / europäischen Jugendzielen, etwa Inklusion, Vielfalt, Nachhaltigkeit, Partizipation am demokratischen Leben); seit 30 Jahren Aufnahme- und Entsendeorganisation des Europäischen Solidaritätskorps; multilaterale Kooperationsprojekte mit neuen und langjährigen Partnerorganisation; Fachkräftemaßnahmen im In- und Ausland (in vergangenen Jahren etwa mit Lettland, Irland, Schweden, Tschechien, Spanien); Ziele: Beitrag leisten zum Frieden zwischen Menschen und Völkern, junge Menschen in Europa bei Entwicklung ihrer sozialen, demokratischen und interkulturellen Kompetenzen fördern, transnationale Vernetzung fördern, dauerhafte Verbindungen / feste Freundschaften zwischen Menschen entstehen lassen, bestehende Verbindungen weiterentwickeln, neue Kontakte zu weiteren Organisationen knüpfen, Potenziale sehr erfahrener Organisationen und weniger erfahrener Organisationen bündeln, Kooperationen formaler und non-formaler Bildungseinrichtung stärken, Akzeptanz non-formaler Bildung langfristig vergrößern, modernes, dynamisches, professionelles Arbeitsumfeld in internationaler Jugendarbeit stärken; jährliche Beteiligung an Europawoche im Kreis Gütersloh; 2023: deutsch-tschechische Jugendbegegnung (40 Jugendliche) zu Themen Demokratie, Nachhaltigkeit; pro Tag rund 500 Besucher (Jugendliche, Erwachsene, Familien) vor Ort bei Bildungsangeboten und Aktionen; regelmäßige Presseberichte, Facebook, Instagram, Wikipedia; kontinuierliche Erweiterung des Bekanntheitsgrades und Netzwerkes durch Fortbildungen, Netzwerktreffen, weitere öffentliche Veranstaltungen; Multiplikatorwirkung durch Teilnehmende, Leitungspersonen, Mitarbeitende zentral bei Verbreitung des Engagements; nach Pandemie sind Organisationen mit jahrzehntelanger Erfahrung im Jugendaustausch und auch Organisationen, die erst seit kurzer Zeit internationale Jugendbegegnungen aktiv durchführen, noch verunsichert, brauchen Unterstützung; Kooperationsprojekte des Jugendaustauschwerkes bieten dazu qualitativ hochwertige, innovative Methoden / Qualitätsstandards (etwa Managementpläne für unvorhergesehene Situationen) für den Wiederaufbau von Austauschen und zur starken, tragfähigen Vernetzung europäischer Partnerorganisationen

 

Nell-Breuning-Haus e.V.

(Herzogenrath, Städteregion Aachen)

Ursprung für Engagement: Lage in Grenzstadt- und Grenzregion, Geschichte des Hauses; Gastfreundlichkeit zentrale Grundhaltung, um Menschen an Entwicklungen und Entscheidungen zu beteiligen und so ein Europa der Gemeinschaft zu gestalten; Ziele: Partizipation ermöglichen, Anstoß von demokratischen Prozessen; Kennenlernen, Verstehen, Vernetzen, gemeinsames Handeln; besserer Austausch zum Schutz von Arbeitnehmenden; Grundpfeiler der Arbeit des Hauses für das Gemeinwesen: Gerechtigkeit, Solidarität, Nachhaltigkeit; Inklusion und Integration spiegeln sich in Umsetzung der Bildungsarbeit und Diversität der Mitarbeitenden wider; Idee eines gemeinsamen Europas wird durch Vielfalt der Gäste, Offenheit für Neues innerhalb der Bildungsarbeit gelebt und erlebbar gemacht; Gäste aus Kommunen, Landesverbänden, Gewerkschaften, Netzwerken der außerschulischen Bildungsarbeit; sie werden zu Multiplikatoren für Europa; Zusammenarbeit mit Europäischem Zentrum für Arbeitnehmerfragen, Gewerkschaften / Organisationen im Ausland: Italien, Bulgarien, Polen, Rumänien, Belgien, Litauen, Estland, Portugal, Nord-Mazedonien; u.a. zwei Erasmus+ Projekte mit Partnern aus Italien, Bulgarien, Litauen, Polen zu Natur-und Biodiversitätsschutz bzw. Gendergerechtigkeit i.d. Arbeitswelt; Vielschichtigkeit aus Konferenzen, (mehrjährigen) (Vernetzungs-)Projekten (auch in anderen Staaten), Kampagnen, politischer Arbeit, grenzüberschreitenden Aktivitäten; immer unter Schirmherrschaft von Mitgliedern des EP; stets unter Creative Commons so freigegeben, dass Kopieren und Weiternutzen erwünscht ist; euregionale Volksfeste (Spiel ohne Grenzen) mit Teams aus Belgien, Niederlanden, Deutschland (bis zu 400 Menschen treffen sich); Zielgruppen: interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Herzogenrath, Städteregion Aachen, Bistum Aachen aus verschiedenen Lebensbereichen wie etwa Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter, Menschen in prekären Lebenslagen, Aktivisten, Menschen mit Behinderung, Gewaltopfer, Täterinnen und Täter; Schwerpunkt: wichtige Akteure und Betroffene zusammenbringen, gemeinsam nach Lösung für Problemlagen suchen; Aktive für Bildungsarbeit des Hauses u.a. in Behörden, Schulklassen, unter Personen, die durch Aktionen für gerechte Arbeitsbedingungen von großen Online-Verkaufsplattformen / bei Wanderarbeiterinnen im Logistik-Bereich erreicht wurden; Kampagnen- und Pressearbeit, Informationen in verschiedenen Sprachen, Auftritte in sozialen Medien (erreichen mehrere hundert Menschen, werden von Projektpartnern geteilt); Leitmotiv: faire partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe bringt uns zu gemeinsamem Europa zusammen, trotz länderspezifischer Lebenslagen, Beispiel: Projekt Migrantwork in Europe (Zielgruppen neben Menschen aus Benelux-Grenzregion auch moderne Jobnomaden aus östlichen Staaten), Entwicklung von Internetplattform, mehrsprachiger App; auf Basis des klassischen Konferenzansatzes wurden neue Veranstaltungsformate über digitale Kollaborationstools i.d. gewerkschaftlichen Zusammenarbeit in Kooperation mit Technischer Hochschule Köln etabliert