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Jetzt bewerben für den Richeza-Preis 2026/2027

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Unterstützung des aktiven Dialogs zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen

15.07.2026

Europaminister Nathanael Liminski hat den sechsten Durchgang des Richeza-Preises des Landes Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung des aktiven Dialogs zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen gestartet. Ab sofort sind Kommunen und Landkreise sowie zivilgesellschaftliche Gruppen wie Vereine, Kirchengemeinden, Stiftungen oder Gewerkschaften aufgerufen, ihre Ideen für einen kreativen Austausch und Dialog mit Polen einzureichen. Ausgelobt sind bis zu 5.000 Euro pro Projekt. Die Bewerbungsfrist ist der 13. September 2026.

Minister Liminski: „Nordrhein-Westfalen hat eine besondere Verbindung zu Polen. Diese Freundschaft ist ein Schatz, den es zu bewahren und zu stärken gilt. In Deutschland feiern wir das Jubiläum zu 35 Jahre Nachbarschaftsvertrag, der den Grundstein für die Aussöhnung der verfeindeten Staaten nach dem Ende des Kalten Krieges gelegt hat. Heute gehören polnischstämmige Bürgerinnen und Bürger zur DNA unseres Landes. Auch dank dieser Menschen wurde Nordrhein-Westfalen zu dem Land, das es heute ist – vielfältig, europäisch und wirtschaftlich stark.“

Prämiert werden Projekte und Initiativen, wie beispielsweise Begegnungen, gemeinnützige Aktionen, Diskussionsformate, Ausstellungen und Konzerte, die der deutsch-polnischen Verständigung dienen und dem Gedanken eines vereinten Europas in besonderer Weise Rechnung tragen. Nachdem beim letzten Mal das deutsch-polnische Engagement für die Ukraine im Fokus stand, geht es in diesem Jahr um das Thema „35 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag – Gemeinsam für ein starkes Europa“.

Das Projekt kann etwa mit einem Partner in Polen oder mit einem weiteren internationalen Projektpartner, beispielsweise aus Frankreich, der französischen Partnerregion Hauts-de-France (im Rahmen des sogenannten Regionalen Weimarer Dreiecks), der italienischen Partnerregion Piemont oder einem Projektpartner in der Ukraine durchgeführt werden. Die Projekte können sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Polen durchgeführt werden. Der Durchführungszeitraum der Projekte muss zwischen dem 1. Oktober 2026 und dem 31. März 2027 liegen.

Weitere Information zum Preis und das digitale Bewerbungsformular gibt es auf www.mbeim.nrw/richeza-preis.

Hintergrund 

Mit dem Richeza-Preis unterstützt die Landesregierung seit 2009 die Verständigung, den aktiven Dialog und den bürgerschaftlichen Austausch zwischen Nordrhein-Westfalen und Polen. Der Preis trägt den Namen der aus rheinischem Adelsgeschlecht stammenden polnischen Königin Richeza, die im 11. Jahrhundert an Rhein und Ruhr als wohltätige Stifterin wirkte. Ihr Grab befindet sich in der Johannis-Kapelle des Kölner Doms.