„Go NRW“: Weiterbildung und Hands-on-Erfahrung für israelische Berufsschüler in Dortmund
Das Landesbüro Israel förderte mittels der Hilfsinitiative „Shalom Chaveruth“ im November 2025 eine zweiwöchige Bildungsmaßnahme für 18 Berufsschülerinnen und Berufsschüler aus Israel, welche die Handwerkskammer (HWK) Dortmund mit zwei israelischen Colleges initiierte.
Die duale Ausbildung ist das Fundament und der Garant für das hohe Niveau des deutschen Handwerks. Kein Wunder, dass man sich auch in Israel dafür interessiert. Im Rahmen der Hilfsinitiative „Shalom Chaveruth“ ermöglichte das Landesbüro deshalb Berufsschülerinnen und Berufsschüler der KfZ-Mechatronik des ORT Colleges Adivi in Ashkelon und der Fachbereiche Elektronik und Elektrotechnik des ORT Colleges Braude in Karmiel sowie zwei israelischen Berufsschullehrern wertvolle Einblicke in die deutsche Berufsausbildung sowie eine intensive berufliche und persönliche Weiterentwicklung. „Go NRW“ ist das Pendant des Projektes „Go Israel“, das es nordrhein-westfälischen Gesellinnen und Jung-Meistern ermöglicht, bei Internships in israelischen Unternehmen interkulturelle Berufserfahrungen zu sammeln.
Angewiesen von pädagogischen Lokalkräften führten sie in Nordrhein-Westfalen praktische Arbeitseinheiten durch, die ihre theoretische Ausbildung ergänzten. Die praktischen Unterweisungen wurden den Vorkenntnissen der Gruppen angepasst und fanden überwiegend in den Werkstätten der Handwerkskammer Dortmund statt. Zu den Inhalten gehörten unter anderem: Sicherheitsunterweisungen im Umgang mit elektrischer Energie bzw. mit Werkzeugen und Hebebühne, Installations- und Steuerungstechnik, Planung einer Installation, Anlagenprüfung gemäß VDE-Normen, Aufbau einer Schaltanlage / Wechselschaltung Licht, Testen und Fehlersuche, Austausch PV-Installation mit der Universität Dortmund, fachgerechte Diagnose und Analyse von Störungen in der Kfz-Mechatronik sowie Reifenwechsel und Reparatur der Bremsanlage.
Die Schülerinnen und Schüler des ORT College Braude im Norden Israels gehörten verschiedenen religiösen und ethnischen Gemeinschaften an (jüdisch, muslimisch, drusisch, beduinisch und christlich). Die Schülerinnen und Schüler des ORT College Adivi an der Grenze zum Gazastreifen kamen aus jüdischen Familien. Zu den Teilnehmenden gehörten auch junge Menschen, die aus Nachbarschaften evakuiert wurden, die am und nach dem 7. Oktober 2023 von den Terrorgruppen Hamas und Hisbollah angegriffen worden waren. So war es auch ein Ziel des Projekts, den Schülerinnen und Schülern durch ihren Aufenthalt in Nordrhein-Westfalen einen Moment der Normalität inmitten der angespannten Lage in Israel zu ermöglichen.