Gemeinsam in Holocaust-Bildung und gegen Antisemitismus
In Düsseldorf von Ministerpräsident Hendrik Wüst unterzeichnet, mit Minister Nathanael Liminiski nach Israel gereist und in Jerusalem von Vorstandsvorsitzendem Dani Dayan besiegelt: Das Land Nordrhein-Westfalen und die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem erneuerten im Oktober 2025 ihre Gemeinsame Absichtserklärung.
Nordrhein-Westfalen und die Internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus. Für Nordrhein-Westfalen bedeutet das: die Möglichkeit für zusätzliche Bildungsangebote, vertiefte Präventionsarbeit und neue Formate für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Vereinbart sind unter anderem Programme zur Aus- und Fortbildung von Lehrkräften, Polizei und Justizpersonal, gemeinsame Workshops in Präsenz oder online, akademischer Austausch zur Holocaust-Forschung und Projekte zur Erinnerungskultur sowie Prävention von Antisemitismus. Besonders Schulen, Sicherheitsbehörden und die Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen können vom internationalen Fachwissen und den Materialien von Yad Vashem profitieren – unter Beteiligung von insbesondere dem Schulministerium, dem Innen- und Justizministerium, dem Kultur- und Wissenschaftsministerium sowie dem Familienministerium und der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen.
Seit 1989 besteht eine Zusammenarbeit zwischen Yad Vashem und Nordrhein-Westfalen als erstem deutschem Bundesland für eine solche Kooperation. Was vor fast 40 Jahren mit Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer begann, wuchs über die Jahrzehnte derart an, dass die Zusammenarbeit zum 25. Jubiläum im Jahr 2014 mit einer Gemeinsamen Absichtserklärung untermauert wurde. Turnusgemäß wird die Absichtserklärung seitdem alle fünf Jahre verlängert bzw. neu beschlossen. In 2019 wurde sie identisch verlängert. Ende Oktober 2024 wurde sie mit Veränderungen, die mit Yad Vashem abgestimmt waren, vom Kabinett neu beschlossen. Im Oktober 2025 wurde die Gemeinsame Absichtserklärung nun von den beiden Parteien unterzeichnet und tritt damit für die kommenden fünf Jahre in Kraft.